Pathological Demand Avoidance (PDA) bei Kindern und Jugendlichen verstehen und pädagogisch begleiten
Wenn Anforderungen zur Krise werden
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Manche Kinder und Jugendliche reagieren auf Anforderungen mit extremer Angst oder Widerstand – nicht aus Trotz, sondern aus einer tiefen Angst vor Kontrollverlust. Dieses Verhaltensprofil wird als Pathological Demand Avoidance (PDA) bezeichnet. Es ist vor allem im Autismus-Spektrum bekannt. Im deutschsprachigen Raum ist PDA noch wenig bekannt und in Teilen fachlich umstritten.
Dieses Seminar bietet Orientierung: Sie lernen, PDA fachlich einzuordnen und verstehen, warum traditionelle pädagogische Ansätze bei diesen Kindern nicht funktionieren. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie begleite ich Kinder mit hoher Anforderungsvermeidung konstruktiv und entlastend – ohne sie als krank zu etikettieren?
Inhalt
- Begriffsklärung: Was ist Pathological Demand Avoidance?
- historischer Hintergrund und Entwicklung des PDA-Konzepts
- aktueller Forschungsstand: Einordnung, Kritik und Kontroversen
- PDA und Diagnostik: Abgrenzung, Überschneidungen und offene Fragen
- Pädagogische Perspektive: anforderungsvermeidendes Verhalten verstehen
- Einführung in den PANDA-Ansatz
- konkrete pädagogische Strategien für den Alltag (z. B. Sprache, Beziehungsaufbau, Umgang mit Anforderungen, Autonomie & Sicherheit)
- Reflexion der eigenen Haltung und institutioneller Rahmenbedingungen
Ziel
Sie erhalten Orientierung und Handlungssicherheit im Umgang mit stark anforderungsvermeidendem Verhalten. Sie können PDA fachlich einordnen, die bestehende Kontroverse verstehen und alltagstaugliche, beziehungsorientierte Strategien entwickeln, die Kinder und Jugendliche entlasten – ohne sie zu pathologisieren oder zu überfordern.
Termin 10.06.2027 von 09:00 - 15:00 Uhr

