PräsenzQuereinsteiger
Der Übergang vom Elternhaus in die Betreuung ist für Kinder und Familien eine große Veränderung. Eine einfühlsame Eingewöhnung schafft die Grundlage dafür, dass Kinder sich sicher und geborgen fühlen – und dass Fachkräfte diese sensible Zeit professionell gestalten können.
Lange Zeit wurden Kinder nach Bauchgefühl eingewöhnt. Seit den 80er-Jahren gibt es bewährte Modelle wie das „Berliner Eingewöhnungsmodell", die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Heute wissen wir: Jedes Kind bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit. Deshalb reicht ein einzelnes Modell oft nicht aus. Neue Ansätze wie das „Münchener Modell" oder das „partizipatorische Eingewöhnungsmodell" ermöglichen es, Kinder und Familien individueller zu begleiten.
In dieser Fortbildung erfahren Sie, wie Sie diese Erkenntnisse flexibel und einfühlsam in Ihren Alltag integrieren – ganz nach den Bedürfnissen der Kinder und Familien, die Sie begleiten.
Inhalt
- Erkenntnisse aus der Bindungstheorie, der Bindungsforschung und der Transitionsforschung
- wenn Eingewöhnungsmodelle zum Hindernis werden
- Wie können Kinder und Familien in ihrem Ankommensprozess individuell begleitet werden?
- Dürfen Tränen sein?
- Wie viel Partizipation erleben Begleitpersonen in der Eingewöhnung?
Ziel
Sie erhalten Anregungen, wie die Eingewöhnung bedürfnisorientiert gestaltet werden kann, damit Kinder gut ankommen, sich sicher fühlen und ihren Platz in der Kita finden. Sie lernen individuelle Voraussetzungen wie Temperament, Neurodivergenz, kulturelle Hintergründe und Interessen zu berücksichtigen, um eine einfühlsame Beziehungszeit zu ermöglichen.
Termin 28.04.2027 von 09:00 - 16:00 Uhr
Diese Fortbildung wird mit 7 Stunden zur Qualifizierung für Quereinsteiger*innen nach der Hamburger Positivliste anerkannt.


