Begleiten statt therapieren
Personenzentrierte Assistenz in der Ambulanten Sozialpsychiatrie – Haltung und Methoden für eine wirksame Teilhabe
Präsenz
Neu im Programm
Die Assistenz in der Sozialpsychiatrie (ASP) im Kontext des SGB IX entwickelt sich zunehmend von einer defizitorientierten Betreuung hin zu einer personenzentrierten und teilhabeorientierten Unterstützung. Im Mittelpunkt stehen dabei die individuellen Lebensziele, Ressourcen und Selbstbestimmungsrechte der Assistenznehmenden.
Fachkräfte bewegen sich hierbei häufig in einem Spannungsfeld zwischen vermeintlichen therapeutischen Anforderungen und ihrem eigentlichen Auftrag: der Förderung sozialer Teilhabe, der Stabilisierung im Alltag sowie der Unterstützung einer eigenständigen Lebensführung.
Diese Fortbildung setzt genau hier an: Sie stärkt die professionelle Rollenklärung und zeigt auf, wie Assistenz auf Augenhöhe gestaltet werden kann – ohne in eine therapeutische Rolle zu geraten, die im Kontext der ASP weder vorgesehen noch zielführend ist. Im Fokus stehen praxisnahe Ansätze zur Förderung von Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung und Handlungskompetenz im Alltag.
Inhalt
- Abgrenzung: Assistenz vs. Psychotherapie – rechtliche und fachliche Grundlagen
- Professionelle Haltung: der „nicht-wissende“ Ansatz (in Anlehnung an systemische Konzepte)
- Gestaltung von Alltagsbegleitung: Strukturierungshilfen, Ressourcenorientierung, Krisenprävention
- professioneller Umgang mit Nähe und Distanz in 1:1-Settings
- Förderung von Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung
- Reflexion der eigenen Rolle und Interventionen im Spannungsfeld von Hilfe und Autonomie
Ziel
Sie entwickeln eine ressourcenorientierte Grundhaltung, setzen gezielt Methoden zur Stärkung der Selbstwirksamkeit ein und gestalten Assistenzprozesse konsequent klient*innenzentriert. Zudem gewinnen Sie Sicherheit im professionellen Umgang mit Nähe und Distanz.
Termin 01. - 02.09.2027 jeweils von 09:00 - 16:00 Uhr


