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Menschen mit Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) verstehen und begleiten

Verhaltensbesonderheiten, Langzeitverlauf und Hinweise für die Betreuung in den jeweiligen Hilfefeldern

Kursnr. 2286

Präsenz

Jährlich kommen nach Angaben der Bundesdrogenbeauftragten ca. 10.000 Kinder auf die Welt, deren Mütter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Zu den schweren Langzeitschäden gehören Verhaltensstörungen und intellektuelle Beeinträchtigungen, die bis in den Bereich der schweren geistigen Behinderung reichen können. Besondere Schwierigkeiten entwickeln jedoch auch die sog. „leichten Fälle“, die – vielfach zu spät diagnostiziert – fehlbetreut aus den Hilfesystemen herausfallen.

Das Interesse an dieser zahlenmäßig größten, vorgeburtlich erworbenen Behinderung hat in den vergangenen Jahren zugenommen, so dass nun auch die vielfach noch schwierige Versorgungslage von Erwachsenen mit FASD ins Blickfeld rückt und Ideen zur Anpassung bestehender Hilfen entwickelt werden können.

Inhalt

In dieser dialogisch angelegten, mit filmischen Fallbeispielen und Workshop-Elementen gestalteten Überblicksveranstaltung erhalten Sie:

  • Einblick in die Besonderheiten der FASD-Diagnostik, insbesondere die „unsichtbaren“ Unterformen und die IQ-unabhängigen, exekutiven Störungen
  • Hinweise zur Problematik der Fehldiagnosen / Partialdiagnosen, z.B. ADHS oder Borderline-Störung
  • Überblick über komorbide und sekundäre Störungen
  • Überblick über den Langzeitverlauf dieser Behinderung, nach heutigem Forschungsstand
  • Hinweise zur Problematik der Überleitung in den Erwachsenenbereich, sowie zur Problematik der Zuordnung zu geistiger / seelischer oder körperlicher Behinderung in den Auswirkungen auf die Betreuung (abhängig vom Umsetzungsstand BTHG)
  • Hinweise für die Betreuung: die Phänotypen, Diskrepanz zwischen Hilfebedarf und Hilfeannahme
  • Überblick über evaluierte Interventionen und Trainings

Ziel

Sie gewinnen einen Überblick über die Dimensionen von FASD in den verschiedenen Lebensphasen, erarbeiten ein Grundverständnis dieser komplexen Behinderung und können Ideen entwickeln, wie ihre Settings in den jeweiligen Hilfefeldern für Menschen mit FASD angepasst werden können, und was sie dafür strukturell benötigen.

Termin

24. - 25.10.2022  
1. Tag von 10:00 - 16:00 Uhr
2. Tag von 09:00 - 16:00 Uhr

zur Anmeldung

24. Okt. 2022 - 10:00 Uhr
bis 25. Okt. 2022

Download iCal-Datei

Kosten

349 Euro für Mitglieder des PARITÄTISCHEN (429 Euro für Externe) inkl. Mittagsimbiss

Zielgruppe

Fachkräfte der HzE und EGH

Veranstaltungsort

Der PARITÄTISCHE Hamburg
22089 Wandsbeker Chaussee 8

Dozent:in

Gela Becker

Gela Becker, Psychologische Psychotherapeutin, Familientherapeutin, langjährige Leitung einer Jugendhilfe- / Eingliederungshilfe-Einrichtung mit einem Schwerpunkt in der Betreuung von Menschen mit Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD)

Ansprechpartnerin

Iris Weisser

Koordinatorin PARITÄTISCHE Akademie Nord
Tel.: 040/41 52 01-66
Fax: 040/41 52 01-33
iris.weisser@paritaet-hamburg.de

 

Themenbereiche

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