Die Zügel in der Hand – Führungstraining mit Pferden

Eine Frau lächelt einem Pferd zu und hält ihre Hand liebevoll an den Mund des Pferdes.

Als Führungskraft hat man stets die Zügel in der Hand, davon geht man zumindest aus. Allerdings stimmt diese Annahme nicht immer mit der Realität überein. Permanente Erreichbarkeit, hohe Erwartungen und rasante Veränderungen der heutigen Gesellschaft üben zusätzlichen Druck auf Führungskräfte aus. Darüber hinaus sind fachliches Wissen und emotionales, soziales Führen nicht immer vereinbar.

Dieser Blogartikel klärt auf, inwiefern ein Führungstraining mit Pferden helfen kann, den eigenen Führungsstil zu erkennen, zu reflektieren und zielfördernd anzupassen. Er zeigt auch auf, was dieses Training besonders macht und was die Teilnehmer*innen unserer Fortbildung im Juni mitnehmen können.


Das Pferd als Trainer

„Pferde sind besondere Tiere – mit der Fähigkeit, die Persönlichkeits-, Team- und Führungsentwicklung zu trainieren und einem Menschen dann zu folgen, wenn er Glaubwürdigkeit, Selbstvertrauen und Zielbewusstsein besitzt“, erklärt Bettina Städter, von „Zentaurus – Training & Coaching“. Sie ist zertifizierter Business Coach, Trainerin für Führung, Kommunikation und Teamentwicklung und leitet diesen Sommer das Seminar „Führungstraining mit Pferden“ bei der PARITÄTISCHEN Akademie Nord. Durch ihre starken Instinkte als Herdentiere  reagieren die Pferde auf die Führungsqualität. Sie reflektieren innere Unstimmigkeiten, die man selbst gar nicht wahrnehme. „Wir schätzen uns oft anders ein, als wir beim Gegenüber ankommen“, so Bettina Städter weiter, „die Pferde spüren das intuitiv und können dadurch helfen, die eigene Selbstreflexion zu stärken. Sie bewerten stets unvoreingenommen und neutral und reagieren ausschließlich auf den Führungsstil.“ Dieses besondere Feedback komme bei den Teilnehmenden stets gut an.

Trainingsmethoden und Ziele

Das Training basiert auf Beobachtungs- und Wahrnehmungs- sowie praktischen Übungen, welche stets auf dem Boden durchgeführt werden. Die Pferde werden nicht geritten. Das Beobachten und Wahrnehmen wird in Einzel- und Teamübungen mit Pferden durchgeführt. „Jede Übungseinheit schafft Vertrauen zum Tier. Die praktischen Übungen dienen dazu, das Selbst- und Fremdbild zu fördern“, erläutert Bettina Städter, die seit 2008 pferdegestützte Führungstrainings anbietet. Das Verhalten und Erleben des Pferdes sei hier entscheidend, denn dieses werde durch die anderen Teilnehmer*innen beobachtet, bewertet und reflektiert. Dazu werden verschiedene Feedbackmethoden verwendet, die v.a. das Feedback des Pferdes in den Vordergrund stellen, aber auch die einzelnen Teilnehmenden und die Trainerin einbeziehen.
 

Kommunikations- und Entscheidungsstärke fördern

„Durch die Selbstreflexion und das Verständnis der Fremd- und Eigenwahrnehmung gelingt es, besser zu kommunizieren und gleichzeitig bessere Entscheidungen zu treffen und diese auch erfolgreich umzusetzen“, ist sich Bettina Städter sicher. Man lerne durch die Übungen u.a., Ziele zu erkennen, Hindernisse und Ängste zu überwinden und v.a. den Umgang mit neuen, ungewohnten Situationen zu meistern. Sie ergänzt: „Durch das Training erlangt man Selbsterkenntnis und Impulse für neue Handlungsoptionen, welche man auf beruflicher Ebene umsetzen kann. Pferde nehmen sehr viele unterbewusste Signale wahr, insbesondere die Körpersprache, an der man als Kommunikationswerkzeug arbeitet und welches man ebenfalls trainiert.“


Die Zügel in der Hand

Dieses Training basiert auf Authentizität, Respekt und Vertrauen und dient u.a. dazu, neue Impulse zu geben. Es zeichnet sich v.a. durch seine Praxisbezogenheit und Praxiserfahrung aus. Denn hier ist man aktive*r Teilnehmer*in und erlebt diesen Kurs durch das „Learning by Doing“ hautnah mit, so kann das Gelernte später zielsicher umgesetzt werden. „Durch die Selbstreflexion erkennt man eigene Handlungsmuster und nimmt Führungs-, Verhandlungs-, und Entscheidungssituationen bewusster wahr“, fasst Bettina Städter zusammen.

Dieses Training eignet sich für jede Führungskraft. Sie müssen lediglich eine Offenheit und Bereitschaft für eine intensive Selbstreflexion mitbringen und sich auf das Training einlassen. Die Pferde sind „Meister der Führung“ und man muss diese Position annehmen, um etwas zu lernen und Veränderungen zu bewirken.

+++ Die Fortbildung stammt aus dem Frühjahr 2022. Eine Neuauflage ist erst einmal nicht geplant. +++

 

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